Poker – Strategien, Tipps und Tricks

March 1, 2009

Starke Hände am Button beim Pot-Limit Omaha

Filed under: Pot-Limit Omaha — admin @ 12:41 pm

Egal welche Pokervariante Du spielst, es ist immer wichtig zu bedenken, welche Spieler nach Dir an der Reihe sind und wie deren Spielstil ist. Gibt es ein Raise vor ihnen, denken viel zu viele Pokerspieler nur daran, wie sie den Raiser unter Druck setzen können. Sie vergessen dabei völlig die anderen Spieler hinter sich, die immer noch ihre Karten haben.

Sagen wir Du bist am Button beim Pot-Limit Omaha mit einer starken Hand und vor Dir hat jemand geraised. Hier gibt es einige wichtige Faktoren, die Du bedenken solltest. Zusätzlich zu der Spielweise und den möglichen Händen des Raisers, solltest Du Dir auch Gedanken über die Blinds machen. Du wirst keine Informationen über ihre Hände haben. Weißt Du allerdings, was für eine Art Spieler sie sind, wird das Deine Entscheidung beeinflussen.

Du sitzt beim PLO mit einer starken Omaha-Hand am Button, z.B. einer double-suited Broadway-Hand A-K-Q-J, A-K-Q-T, etc. – auch Asse oder Könige. Viele aggressive Spieler werden ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden ein Reraise machen. Das ist natürlich auch in Ordnung, in bestimmtem Maße. Wenn der erste Raiser ein bisschen loose ist, weißt Du, dass Deine Hand mit der Du das Reraise machst, meistens besser ist als seine. Außerdem hast Du Position auf ihn und willst einen großen Pot spielen.

Allerdings kann es von Vorteil sein, sich Gedanken über die Spieler in den Blinds zu machen und dann kann ein reiner Call für Dich profitabler sein. Sollte einer der Blinds zu viele Hände spielen oder seine Blinds grundsätzlich auch mit schwachen Händen verteidigen, lockt ihn Dein Call noch eher in den Pot. Dann kannst Du einen großen Vorteil gegen ihn haben. Wenn er der Typ ist, der kleine Paare spielt oder Karten die schlecht verknüpft sind, wird ihn der Flop zwar oft treffen – Dich aber deutlich besser. Vielleicht floppst Du ein höheres Set als er; er könnte auch das untere Ende einer Straße machen, während Du die Nutstraight hältst; möglicherweise hat er auch einen niedrigeren Flush oder anderen Draw, den Du dominierst und er damit fast drawing dead ist. Wenn die Spieler in den Blinds, insbesondere der Big Blind, mit schwachen Händen verteidigen, hast Du sie oft dominiert. Wenn sie sich noch dazu schwer von ihren Händen trennen können, sobald sie etwas getroffen haben, solltest Du Dir ernsthaft überlegen, ob ein Call am Button nicht doch die bessere Lösung ist, um sie in den Pot zu locken.

Sind die Spieler in den Blinds nicht nur loose, sondern loose-aggressive, dann solltest Du erst recht nur callen, insbesondere mit Händen wie Asse oder Könige mit einem Ass. Das kann sich dann richtig lohnen, wenn Du damit rechnest, dass einer der Blinds das Reraise für Dich übernimmt. Macht einer der Blinds tatsächlich den Squeeze und raised, kannst Du im Anschluss ein riesiges Raise machen weil bereits sehr, sehr viel Geld im Pot liegt. Wenn jeder mit 100 Big Blinds spielt hast Du zu diesem Zeitpunkt einen bedeutenden Anteil Deines Stacks investiert – mit einer extrem starken Hand. Sollten sie sich entscheiden zu callen und einen Flop mit gewaltigem Pot anzusehen und gleichzeitig die schwächere Hand halten, ist das in Ordnung. Folden sie dagegen, hast Du einen großen Pot gewonnen und nicht einmal den Flop sehen müssen.

Sind die Gegner in den Blinds dagegen tight und können auch starke Hände folden, dann macht es mehr Sinn mit einem Reraise ihre Entscheidung leichter zu machen und den Pot Heads-Up zu spielen. Außerdem erfährst Du bei tighten Spielern viel über ihre Hand, sollten sie Dein Reraise callen. Insofern bringt es Dir auch zusätzlich Informationen.

Diesen Fehler kann man leicht machen, zu glauben man habe mit dem ersten Raise nur einen Gegner, dabei sind letztlich noch drei Spieler übrig. Erinnere Dich an die Spieler in den Blinds. Deren Spielweise solltest Du immer bedenken, um das Maximum aus Deinen starken Händen am Button herauszuholen.

November 3, 2008

Asse beim Pot-Limit Omaha

Filed under: Pot-Limit Omaha — admin @ 10:18 pm

Spieler, die zum ersten Mal Pot-Limit Omaha spielen, neigen dazu die meisten Fehler mit Assen zu machen. Sie bringen sich in Situationen, in denen sie eine Menge Geld verlieren können. Diese Situationen vermeiden zu können, ist ein Schlüssel zum erfolgreichen PLO-Spiel.

Hier ist ein Beispiel, dass Anfänger beim PLO schnell wieder erkennen. Sagen wir, es ist ein $2/$5 Spiel und alle Teilnehmer haben etwa $500 vor sich liegen. Ein Spieler in früher Position macht ein Raise auf $15 und ein Spieler in mittlerer Position reraised mit A-A-x-x auf $50. Vier Spieler callen das Reraise. Der Flop bringt J-7-2 rainbow.

Die Asse mögen hier gut sein – oder vielleicht auch nicht. Wie dem auch sei – es ist schier unmöglich das zu wissen. Deshalb ist genau hier der Punkt, an dem er sei leicht ist, Fehler zu machen. Entweder legt man hier nun zu viel Geld rein, obwohl man kaum eine Chance hat die Hand zu gewinnen oder man folded die beste Hand.

Der Grund warum viele Anfänger diese Fehler begehen, liegt einfach daran, dass sie den Unterschied zwischen Omaha und Hold’em nicht verstehen. In Hold’em bedeuten ein Paar Asse oder Könige, dass man ein großer Favorit ist vor dem Flop. Dies ist aber nicht der Fall bei Omaha. Ein Beispiel: Ac-Ad-4s-7h gewinnt vor dem Flop nur 51% gegen Js-Ts-9h-8h. Sind jetzt noch ein paar andere Hände im Spiel, werden die Asse sehr schnell verwundbar.

Weil so viele Hände derart ausgeglichen sind bedeuten die Community Cards mehr als Deine Starthände. Es geht darum, die Nuts zu haben: Nut Straights, Nut Flushes und hohe Drillinge.

Natürlich haben Hände mit Assen immer einen gewissen Vorteil, wenn man nur einen Gegner hat. Dazu hast Du mit Assen die Chance Top Set zu machen, oder wenn Dein Ass suited ist, kannst Du den Nut Flush bekommen. Du solltest diese Hände also spielen, nur etwas vorsichtiger vor dem Flop.

Wenn vor Dir ein Raise in früher Position ist, musst Du nicht unbedingt reraisen mit A-A-x-x, besonders dann nicht, wenn Dein Reraise nur einen kleinen Teil von Deinem Stack bedeutet. Wenn alle Gegner große Stacks haben, werden sie gerne Dein Reraise callen und einen Flop ansehen. Dann findest Du Dich schnell wieder in oben beschriebener Situation. Du weißt nicht, wie gut Deine Gegner den Flop getroffen haben und ob Du noch vorne bist. Triffst Du dagegen Dein drittes Ass haben die Gegner es kinderleicht Dich auf eine Hand zu setzen.

Allerdings gibt es auch Momente, in denen Du Deine Asse aggressiv vor dem Flop spielen solltest. Wenn vor Dir bereits viel Action war und du mit einem Reraise etwa drei Viertel Deines Stacks vor dem Flop investieren kannst, solltest Du es tun. Dadurch kannst Du einige Spieler zum Folden bringen und hoffentlich heads-up spielen. Da Du bereits so viel Chips in die Hand investiert hast, weißt Du, dass Du den Flop nicht mehr folden kannst – egal was dort aufgedeckt wird. Deine restlichen Chips wandern automatisch in den Pot.

Selbstverständlich können Dir Asse auch sehr profitable post-flop Situationen bescheren. Mit Top-Set kannst Du gegen ein niedrigeres Set viel Geld gewinnen oder mit dem Nut Flush gegen einen niedrigeren Flush viel verdienen.

Gehe vor dem Flop vom Gas, wenn Du Asse beim PLO hast. Wenn Du Deine Hand gut versteckst, kannst Du damit große Pötte gewinnen. Außerdem sparst Du eine Menge Chips, weil Du Deine Hand folden kannst, wenn der Flop Dir nicht passt.

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