Poker – Strategien, Tipps und Tricks

December 3, 2008

Wann man vom Pokern eine Auszeit nehmen sollte

Filed under: Slow play — admin @ 10:21 pm

Einer der Vorteile beim Poker, insbesondere beim online-Poker , ist die Tatsache, dass Dir das Spiel jederzeit zur Verfügung steht. Nicht so wie beim Baseball, bei dem Du immer dem Zeitplan Deines Teams unterliegst, oder als Arzt, wo Du jederzeit für einen Notdiensteinsatz zur Verfügung stehen musst. Beim Poker kannst Du auch mal einen Auszeit nehmen und es ist immer noch da, wenn Du wieder kommst. Deshalb empfehle ich nachdrücklich Pausen einzulegen, besonders wenn es Anzeichen dafür gibt, dass Du nicht Dein bestes Poker spielst.

Das häufigste Zeichen worauf Du achten solltest, ist wenn Deine Lust auf das Pokern sinkt. Du solltest nur Poker spielen, wenn Du das auch wirklich willst. Es klingt offensichtlich, aber zu viele von uns spielen weiter, auch wenn ihnen nicht danach ist.

Ich stelle auch fest, wenn ich zu viel negative Gefühle an mir bemerke, dann bietet sich ein guter Zeitpunkt für eine Pause. Wenn ich mich nicht gut fühle, nicht nur wegen Poker, sondern wegen etwas anderem in meinem Leben, dann beeinflusst das mein Spiel negativ.

Ein anderes Signal auf das ich achte, ist wenn ich zu risikoreichem Spiel neige. Sollte ich Turniere spielen und feststellen, dass ich zu leicht bereit bin, all meine Chips für einen Coinflip zu setzen, ist das ein Zeichen dafür. Ich spiele dann nicht mein bestes Poker und sollte besser Abstand nehmen als einen Burnout zu riskieren.

Was immer Deine speziellen Signale sind, wenn Du konstant verlierst besteht die Chance, dass es einen Grund dafür gibt. Viele Spieler sagen dann „Bei mir läuft’s gerade nicht“, aber in den seltensten Fällen ist es wirklich nur das.

Und wenn ich eine Auszeit nehme, dann nehme ich sie wirklich – ich distanziere mich dann komplett vom Spiel. Ich spiele dann einige Tage überhaupt nicht. Das gibt mir die Möglichkeit, eine andere Perspektive zu erlangen und wenn ich wieder anfange bin ich hungrig darauf gut zu spielen.

Bei der 2008er World Series of Poker gab es eine Situation, bei der ich dank meiner Disziplin eine Pause einlegte, obwohl ein Teil von mir sich dagegen gesträubt hatte. Mein Lieblingsevent stand an – das Half Omaha / Half Hold’em – aber ich fühlte, wie ich kurz vor dem Burnout stand. Noch war es zwar nicht so weit, aber ich bin bereits dreimal während der Bubble ausgeschieden und war deshalb sehr niedergeschlagen.

Half Omaha / Half Hold’em ist mein Lieblingsturnier und obwohl ich mich sehr darauf freute, wusste ich eines. Sollte ich spielen, werde ich wahrscheinlich nicht mein bestes Poker abrufen können und darüber hinaus kostet es mich zu viel Kraft um die nächsten Events zu spielen. Deshalb entschied ich mich nach Malibu zu reisen für ein paar Tage und besuchte einen Freund. Dort am Strand fand ich genügend Abstand vom Poker. Das erste Event, das ich nach meiner Rückkehr spielte, war das #29, $3.000 No-Limit Hold’em und ich erreichte Platz 3. Ich gewann mehr als $165.000, so viel wie noch nie zuvor bei einem Liveturnier.

Grundsätzlich vergleiche ich die geistige Verarbeitung von einem Pokerspieler mit einer Batterie: Wenn die Batterie leer ist, muss man sie wieder aufladen. Und die beste Möglichkeit sich selbst aufzuladen geht mit viel Abstand zum Spiel. Du wirst feststellen, die besten Resultate bekommst Du, wenn Du geistig frisch bist und wenn Du spielst, weil Du wirklich spielen willst.

November 11, 2008

Slow play

Filed under: Slow play — admin @ 10:00 pm

In aggressiven Limit-Partien ist es selten notwendig, seine starken Hände mit einem Slow Play zu tarnen. Wie im Made-Hands-Artikel bereits angesprochen kann es vorteilhaft sein, mit dem Raise bis zum Turn zu warten, wo sich die Bet-Größen im Vergleich zum Flop verdoppeln. In der Regel sollten aber starke Hände von Beginn an stark gespielt werden.

Preflop sollte komplett auf Slow Plays verzichtet werden.

Powered by WordPress