Das Spiel “out-of-position”, kurz OOP, ist für einen Pokerspieler, gleich welchen Fähigkeitslevels, ein schwieriges Unterfangen. OOP muss man in jeder Setzrunde nach dem Flop zuerst agieren, und da Poker ein Spiel ist, in dem man aus den verfügbaren Informationen das Maximum herausholen muss, ist es somit logischerweise ein großer Nachteil, nicht zu wissen, was der Gegner vorhat. Man sollte also gerade hier wissen, wie man die Hand nach dem Flop weiterspielen möchte.
Gerade im 6-max Limit Hold’em (siehe FLHE-6-max-Artikel) wird das Gros der Hände entweder zu zweit (”heads-up”) oder zu dritt ausgetragen. Wir fokussieren an dieser Stelle einfachheitshalber auf “Lines” in Händen, in denen wir außer Position heads-up spielen müssen. Hierbei gehen wir von Beispielhänden aus und erklären, warum wir eine bestimmte Art gewählt haben, die Hand zu spielen. Die erklärten Konzepte sind mit Anpassungen auch auf Situationen anwendbar, in denen wir mit mehreren Spielern in eine Hand involviert sind.