Poker – Strategien, Tipps und Tricks

April 5, 2009

Starthände auswählen beim Omaha Hi/Lo

Filed under: Omaha Hi/Lo — admin @ 4:05 pm

Ich glaube fest daran, dass es unmöglich ist Omaha Hi/Lo zu tight zu spielen – besonders in einem Full Ring Game. Ich bin allerdings auch der erste, der zugibt, dass tight spielen alles andere als lustig ist. Wenn Du aber die nötige Geduld hast, kannst Du hier genauso Geld verdienen, wie bei jedem anderen Spiel.

So tight spiele ich bei Omaha Hi/Lo: Wenn ich HORSE spiele und 10 Omaha Hi/Lo-Hände gedealt bekomme, stehen die Chancen gut, dass ich nicht eine einzige Hand davon spiele. Im Durchschnitt spiele ich wahrscheinlich etwa eine Hand pro Runde. Die Strategie ist zwar tight; in einem Spiel wie Omaha Hi/Lo, wo die meisten Spieler die Stärke ihrer Hand nicht verstehen und Fehler machen, ist es aber eine erfolgreiche Strategie.

Wenn es nach Starthänden geht, investiere ich nie freiwillig einen Chip, wenn meine Hand nicht ein Ass enthält, egal unter welchen Umständen. Normalerweise brauche ich A-2, das ist der Idealfall – A-2 mit ein paar anderen niedrigen Karten. Ich spiele aber auch A-3, vorausgesetzt das Ass ist suited.

Spielst Du mehr Hände, dann kommst Du in Schwierigkeiten. Nehmen wir eine Hand wie A-4-7-9 mit einem suited Ass. Das ist eine zwiespältige Hand. Ich weiß, viele Leute spielen diese Art von Hand, aber tatsächlich bringt sie einem mehr Probleme als Pötte. Wenn ich eine solche Hand folde und dann den Flop sehe, der gut dazu gepasst hätte, bleibe ich ruhig. Das liegt daran, dass meine Gegner leicht Hände haben können, gegen die mein A-4-7-9 deutlich unterlegen ist.

Du solltest nach einer Hand suchen, bei der alle vier Karten zusammen arbeiten. Hier ist ein klassisches Beispiel für eine schreckliche Omaha Hi/Lo-Hand, bei der die Karten nicht miteinander funktionieren: K-10-3-4. Einige Spieler sehen bei dieser Hand ein wenig High-Potential und ein wenig Low-Potential. Und es stimmt, sie hat wenig Potential – sehr wenig. Das sind zwei schlechte High-Karten und zwei schlechte Low-Karten.

Jedes Mal wenn Du vier Karten siehst, die nicht zusammen passen, ist das ein gutes Zeichen, die Hand bei Omaha Hi/Lo zu folden. Spieler, die Hold’em gewohnt sind, sehen alle möglichen Kombinationen in einer Omaha Hi/Lo-Hand und sagen „Ich hatte ein Paar”, oder „Ich hatte einen Flush-Draw” oder „Ich hatte einen Low-Draw”. Du brauchst diese Sachen aber in der Kombination.

Wenn alle Deine Karten zusammen arbeiten, spielst Du 16 verschiedene Hände. Deine Gegner haben dagegen gerade einmal etwa vier Hände, wenn man ihre Karten teilt. Selbstverständlich hast Du dadurch einen riesigen Vorteil bei Omaha Hi/Lo, wenn alle Deine Karten kombinierbar sind.

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